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Tansanit: Eigenschaften, Merkmale & Fakten

Der extrem seltene Tansanit fasziniert als Zoisit-Varietät durch seinen tiefen, blau-violetten Trichroismus. Entdecken Sie exklusive Kristallstufen für Ihre Sammlung.

Der Tansanit ist eine weltweit exklusive und spektakuläre blaue bis violette Varietät des Minerals Zoisit aus der Mineralklasse der Silikate. Chemisch handelt es sich um ein Calcium-Aluminium-Gruppensilikat, das im orthorhombischen Kristallsystem kristallisiert. Seine charakteristische Farbtiefe verdankt das Mineral dem gezielten Einbau von Spuren des Übergangsmetalls Vanadium in die Kristallstruktur, gepaart mit einem außergewöhnlich starken Pleochroismus, der ihn zu einem der faszinierendsten Objekte der modernen Edelsteinkunde macht.

MerkmalMineralogische Details
Mineralklasse:Silikate (Gruppensilikate / Epidot-Zoisit-Gruppe)
Chemische Formel:Ca₂Al₃(SiO₄)(Si₂O₇)O(OH) mit Vanadium-Spuren (V³⁺)
Kristallsystem:Orthorhombisch
Mohshärte:6,5 bis 7 (Dichte: 3,15 bis 3,37 g/cm³)
Glanz & Transparenz:Starker Glasglanz; transparent bis durchscheinend
Bruch & Spaltbarkeit:Muscheliger, unebener Bruch; vollkommene Spaltbarkeit nach einer Richtung
Farbe:Saphirblau, Violettblau, Purpurviolett, selten Bronzebraun (Rohform)

Varietäten & Besonderheiten

Die herausragendste optische Besonderheit des Tansanits ist sein ausgeprägter Trichroismus (Dreifarbigkeit). Je nach Blickwinkel und Lichteinfall zeigt ein roher Kristall drei unterschiedliche Farben: Saphirblau, Purpurviolett und ein bräunliches Gelbgrün. Eine wesentliche mineralogische Besonderheit betrifft die Farbentstehung im Handel: Der Großteil aller Tansanite kommt in einer unansehnlichen, grün-braunen Rohform aus der Erde. Erst durch eine gezielte, kontrollierte thermische Behandlung (Brennen bei ca. 400 °C bis 500 °C) reduziert sich die gelb-braune Farbkomponente permanent, wodurch das tiefe, begehrte Blau-Violett stabilisiert wird. Extrem seltene naturbelassene Kristalle, die diesen Prozess bereits im Erdinneren durchlaufen haben, gelten als absolute Raritäten.

Verwendung & Fundorte

Der Tansanit gilt aufgrund seiner Seltenheit und der außergewöhnlichen Farbästhetik als einer der exklusivsten Edelsteine weltweit und wird primär zu hochkarätigen Schmuckstücken im Facettenschliff sowie zu erlesenen Kristallstufen für anspruchsvolle Sammlungen verarbeitet. Seine geologische Entstehung ist an ein einziges, eng begrenztes Areal auf der gesamten Erde gebunden: Das Hügelland von Merelani in der Nähe der Stadt Arusha am Fuße des Kilimandscharo in Tansania (Ostafrika). Das Mineral bildet sich dort hydrothermal in metamorphen Gneisen und Schiefern. Da dieses weltweite Vorkommen streng limitiert ist und keine Zweitfundorte existieren, besitzt der Tansanit in der Mineralogie einen extrem hohen Seltenheitswert.

Wichtige Pflege- & Umgangshinweise

Mit einer Mohshärte von 6,5 bis 7 besitzt der Tansanit zwar eine gute Oberflächenhärte, ist jedoch aufgrund seiner vollkommenen Spaltbarkeit in einer Richtung und einer ausgeprägten inneren Sprödigkeit mechanisch hochgradig empfindlich. Er reagiert extrem sensibel auf Schlagbelastungen, Druck oder unvorsichtige Erschütterungen, die zu sofortigen Rissen entlang der Spaltebene führen können. Eine separate, weich gebettete Lagerung ist daher zwingend erforderlich. Auch gegenüber abrupten Temperaturschwankungen (Thermoschock) und starken Säuren ist das Mineral anfällig. Die physikalische Reinigung darf ausschließlich mit lauwarmem, reinem Wasser und einem weichen Tuch durchgeführt werden. Eine Reinigung im Ultraschallbad oder mit Dampfgeräten zerstört das Kristallgefüge irreversibel und ist absolut verboten.

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