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Rosenquarz: Eigenschaften, Merkmale & Fakten

Der Rosenquarz besticht durch seine charakteristischen, zartrosa Töne und dichten Aggregate. Entdecken Sie naturbelassene Rohsteine für Ihre Sammlung.

Der Rosenquarz ist eine weltweit geschätzte, rosa gefärbte Varietät des Minerals Quarz (Siliciumdioxid). Als makrokristallines Gerüstsilikat kristallisiert er im trigonalen Kristallsystem, tritt in der Natur jedoch fast ausschließlich in Form von dichten, massiven Aggregaten auf. Seine charakteristische, zartrosa bis intensiv pfirsichrosa Färbung verdankt das Mineral nach aktuellem wissenschaftlichen Stand mikroskopisch kleinen Einschlüssen von faserigem Dumortierit oder verwandten Nanokristallen innerhalb der Quarzmatrix.

MerkmalMineralogische Details
Mineralklasse:Oxide (Gerüstsilikate / Quarzgruppe)
Chemische Formel:SiO₂ mit nanokristallinen Dumortierit-Einschlüssen
Kristallsystem:Trigonal
Mohshärte:7 (Dichte: 2,65 g/cm³)
Glanz & Transparenz:Glasglanz bis Fettglanz; durchscheinend bis fast undurchsichtig (opak)
Bruch & Spaltbarkeit:Muscheliger, splitteriger und sehr spröder Bruch; keine Spaltbarkeit
Farbe:Zartrosa, Rosarot, Lavendelrosa, Pfirsichrosa; selten völlig klar

Varietäten & Besonderheiten

Rosenquarz kommt typischerweise in trüben, rissigen Massen vor und bildet im Gegensatz zu Amethyst oder Bergkristall extrem selten idiomorphe Kristalle mit Endflächen aus (solche seltenen Kristallfunde werden wissenschaftlich präzise als „Rosa Quarz“ abgegrenzt, da ihre Färbung auf Phosphor beruht). Eine optische Besonderheit des klassischen Rosenquarzes ist der Asterismus (Sterndesign): Wenn die eingebetteten Dumortierit-Nadeln streng orientiert entlang der kristallographischen Achsen gewachsen sind, zeigt das Mineral im glatten Cabochon-Schliff bei punktförmiger Beleuchtung einen wandernden, sechsstrahligen Stern (Stern-Rosenquarz). Durch die dichte Verwachsung mit den Fremdphasen weist das Mineral oft einen charakteristischen, leicht milchigen Fettglanz auf.

Verwendung & Fundorte

In der Schmuckherstellung und im Kunstgewerbe ist Rosenquarz ein überaus gefragter Werkstoff, der vorwiegend zu Kugeln, Trommelsteinen, Cabochons sowie kunstvollen Skulpturen und dekorativen Rohstücken verarbeitet wird. Das Mineral bildet sich primär magmatisch in sauren Pegmatiten oder sekundär in hydrothermalen Gängen. Die weltweit bedeutendsten Lagerstätten, die auch für ihre exzellenten Qualitäten mit hoher Farbtiefe bekannt sind, liegen in Südamerika (Brasilien, insbesondere Minas Gerais) und Afrika (Madagaskar, Namibia). Weitere relevante Vorkommen befinden sich in Asien (Indien, Sri Lanka) sowie in Nordamerika (USA, South Dakota). Auch in Europa gibt es kleinere Alpin-Vorkommen.

Wichtige Pflege- & Umgangshinweise

Mit einer Mohshärte von 7 gehört Rosenquarz zu den harten, kratzresistenten Mineralen. Aufgrund des massiven, rissigen Aggregatgefüges und der fehlenden Spaltbarkeit reagiert er jedoch mechanisch spröde auf harte Stöße, Schläge oder Erschütterungen, was zu tiefen Rissen oder innerem Crazing führen kann. Chemisch ist er unempfindlich gegenüber den meisten haushaltsüblichen Säuren. Die physische Reinigung kann sicher mit lauwarmem Wasser und einer milden Seifenlösung erfolgen. Die wichtigste Vorgabe im Umgang mit Rosenquarz betrifft den Schutz vor Licht: Die im Nanobereich eingebetteten Farbzentren sind extrem UV-lichtempfindlich. Eine dauerhafte, direkte Sonneneinstrahlung führt unweigerlich zum unumkehrbaren Ausbleichen des Minerals, wodurch es eine unansehnliche, milchig-graue Farbe annimmt.

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