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Apophyllite: Eigenschaften, Merkmale & Fakten

Apophyllite zeigt tetragonale Kristalle mit hoher Transparenz und perfekter Spaltbarkeit in basaltischen Hohlräumen.

Apophyllite ist eine Gruppe hydratisierter Kalium-Calcium-Silikatminerale aus der Klasse der Silikate, genauer den Phyllosilikaten. Typisch sind tetragonale Kristalle mit hoher Transparenz, glasigem Glanz und perfekter Basalspaltbarkeit, die Apophyllite zu wichtigen Sammlermineralen in Hohlräumen basaltischer Vulkangesteine machen.

Chemische Formel:(K,Na)Ca₄Si₈O₂₀(F,OH)·8H₂O (typisch: KCa₄Si₈O₂₀(F,OH)·8H₂O)
Mineralgruppe:Apophyllitgruppe, Phyllosilikate
Kristallsystem:tetragonal (teilweise orthorhombisch beschrieben)
Farbe:farblos, weiß, grünlich, gelblich, rosa bis fleischrot, selten bläulich
Transparenz:durchsichtig bis durchscheinend
Glanz:Glasglanz, auf Spaltflächen perlmuttartig
Mohshärte:4,5–5
Dichte:ca. 2,30–2,37 g/cm³
Spaltbarkeit:sehr vollkommen nach {001} (Basalspaltbarkeit)
Bruch & Tenazität:uneben, spröde
Typische Paragenese:Zeolithe (z. B. Heulandit, Stilbit), Calcit, Quarz, Prehnit, Datolith
Entstehung:sekundär in niedrigtemperierten hydrothermalen Hohlräumen basischer Vulkanite (Basalte, Andesite)

Varietäten & Besonderheiten

Apophyllite ist mineralogisch eine Gruppe mit mehreren eng verwandten Endgliedern. Die wichtigsten Einzelminerale sind Fluorapophyllit-(K), Fluorapophyllit-(Na) und Hydroxyapophyllit-(K), die sich vor allem im Verhältnis von Fluorid zu Hydroxid sowie im dominierenden Alkali (Kalium oder Natrium) unterscheiden. Charakteristisch ist die perfekte Basalspaltbarkeit und das „Aufblättern“ beim Erhitzen, das durch den Wasserverlust in der Struktur verursacht wird. Viele Kristalle zeigen würfelige bis pyramidenförmige Habitusformen mit quadratischem Querschnitt und können Zwillinge ausbilden.

Verwendung & Fundorte

Aufgrund der moderaten Härte und der sehr vollkommenen Spaltbarkeit wird Apophyllite kaum als Schmuckstein verwendet, sondern vor allem als ästhetisches Sammlermineral geschätzt. Bedeutende Fundorte sind die Basaltvorkommen der Deccan-Trapps in Indien (u. a. Jalgaon, Nasik, Lonavala-Khandala), der Harz in Deutschland, Mont Saint-Hilaire in Kanada, Kongsberg in Norwegen sowie weitere Vorkommen in Schottland, Irland, Brasilien, Japan und den USA. Typisch ist das Auftreten in Hohlräumen und Drusen von Basalten, wo Apophyllit häufig zusammen mit Zeolithen und Calcit kristallisiert.

Wichtige Pflege- & Umgangshinweise

Apophyllite ist aufgrund seiner Mohshärte von 4,5–5 und der sehr vollkommenen Spaltbarkeit mechanisch empfindlich. Stöße, Druckbelastungen und starke Temperaturschwankungen sollten vermieden werden, da der Wassergehalt in der Struktur beim Erhitzen zum Aufblättern führen kann. Zur Reinigung genügt ein weiches, trockenes oder leicht angefeuchtetes Tuch; aggressive Reinigungsmittel und Säuren sind zu vermeiden, da Apophyllite durch Säuren leicht zersetzbar ist. Direkte, langanhaltende Sonneneinstrahlung und hohe Hitze sollten vermieden werden, um mögliche Veränderungen der Oberfläche und des Wassergehalts zu verhindern.

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